3. Sonntag nach Epiphanias

3. Sonntag nach Epiphanias

6

Zielgruppe: Gemeinde
Bibelstelle: Johannes 4,46-54
Reihentitel: Werkstatt für Liturgie und Predigt
Ausgabe: 11/2016

Eine lichte Vision durchstrahlt diesen Sonntag: Alle Völker leben von der heilsamen Güte Gottes, auch die "Heiden?", die Nicht-Juden - somit also wir und die Glaubenslosen - und alle werden zu Tisch sitzen in seinem Reich. Es gibt Beweise bzw. Zeichen dieser Zugehörigkeit, aber wer braucht die wirklich? Evidenz ist überflüssig - das ist die eigentliche Vision. Predigt: Viel ist zuletzt gepredigt worden über die, die von Osten und Westen, von Süden und Norden bereits gekommen sind. Das Thema Zugehörigkeit erfragt hier etwas anderes: Bin ich denn selbst gemeint? Gehöre ich selbst dazu? Vielen Zeitgenossen fehlt das eindeutige, zum Glauben zwingende Wunder. Und ist mit diesem Text überhaupt von Wundern zu predigen? Gezeigt werden vielmehr Ambivalenzen, Widersprüchlichkeiten. Gesprochen werden soll daher über Umwege und Hindernisse, die der Glaube nimmt. Die Predigt ermutigt zu einem Glauben, der "über die Bande gespielt wird", der unter seinen jeweiligen Umständen entsteht bzw. genährt wird. Dieser Glaube bestreitet seine Umwege oder gar Widersprüche gar nicht. So rettet er das fehlende, das ferne Wunder.
Eine lichte Vision durchstrahlt diesen Sonntag: Alle Völker leben von der heilsamen Güte Gottes,... mehr
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Eine lichte Vision durchstrahlt diesen Sonntag: Alle Völker leben von der heilsamen Güte Gottes, auch die "Heiden?", die Nicht-Juden - somit also wir und die Glaubenslosen - und alle werden zu Tisch sitzen in seinem Reich. Es gibt Beweise bzw. Zeichen dieser Zugehörigkeit, aber wer braucht die wirklich? Evidenz ist überflüssig - das ist die eigentliche Vision. Predigt: Viel ist zuletzt gepredigt worden über die, die von Osten und Westen, von Süden und Norden bereits gekommen sind. Das Thema Zugehörigkeit erfragt hier etwas anderes: Bin ich denn selbst gemeint? Gehöre ich selbst dazu? Vielen Zeitgenossen fehlt das eindeutige, zum Glauben zwingende Wunder. Und ist mit diesem Text überhaupt von Wundern zu predigen? Gezeigt werden vielmehr Ambivalenzen, Widersprüchlichkeiten. Gesprochen werden soll daher über Umwege und Hindernisse, die der Glaube nimmt. Die Predigt ermutigt zu einem Glauben, der "über die Bande gespielt wird", der unter seinen jeweiligen Umständen entsteht bzw. genährt wird. Dieser Glaube bestreitet seine Umwege oder gar Widersprüche gar nicht. So rettet er das fehlende, das ferne Wunder.
Seitenanzahl: 6
Ausgabe: 11/2016
Vers: 46-54
Bibelstelle: Joh 4,46-54, Johannes 4,46-54
Liturgietermin: 3. Sonntag nach Epiphanias
Kirchenjahr: Epiphaniaszeit
Kapitel: 4
Buch: Johannes
Verwendung: Predigttext
Materialtyp: Bildbetrachtung, Gottesdienst, Liturgische Elemente, Predigt
Zielgruppe: Gemeinde
Leseordnung: Predigtreihe III
Konfession: evangelisch
Reihentitel: Werkstatt für Liturgie und Predigt
Reihe: 27
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